Kategorie: Presse

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  • Zuverlässige High-Speed-Dosenabfüllung

    Zuverlässige High-Speed-Dosenabfüllung

    Pressebericht

    Zuverlässige High-Speed-Dosenabfüllung bei Estrella Damm

    Die Damm-Brauerei in Barcelona setzt bei der Kontrolle ihrer Hochleistungs-Dosenlinie auf Inspektionstechnologie von BBULL Technology.

    Kunde Estrella Damm / Damm-Brauerei
    Anwendung High-Speed-Dosenkontrolle
    Systeme IMAGE ECI & IMAGE 360
    Quelle BRAUINDUSTRIE 10/2025

    Inspektionssicherheit bei bis zu 90.000 Dosen pro Stunde

    Estrella Damm setzt bei der Dosenkontrolle vollständig auf BBULL-Systeme

    Die Damm-Brauerei in Barcelona blickt auf eine fast 150-jährige Geschichte zurück und zählt heute zu den größten Brauereien Spaniens. Ein wesentlicher Teil der Produktion wird nach Portugal und England exportiert. In der modernen Braustätte erfolgt die Abfüllung überwiegend in Dosen. Für die Kontrolle auf Unversehrtheit, Fremdkörperfreiheit, Übereinstimmung von Inhalt und Aufdruck sowie auf die Vollständigkeit und Lesbarkeit des Mindesthaltbarkeitsdatums setzt Damm auf Inspektionstechnologie von BBULL Technology aus Königsbach-Stein.

    Eine Brauerei mit Geschichte und moderner Produktion

    Gegründet wurde die Brauerei im Jahr 1876. Die Hauptmarke Estrella Damm wird bis heute nach dem Originalrezept gebraut. Neben Estrella Damm entstehen in Barcelona weitere Biere wie Voll Damm, das glutenfreie Daura oder Inedit. Darüber hinaus werden inzwischen zahlreiche alkoholfreie Getränke hergestellt und abgefüllt.
    Die Produktionsbereiche der Brauerei sind großzügig angelegt. In der weiß-roten Braustätte befinden sich vier große Abfülllinien für Flaschen, zwei High-Speed-Keg-Linien sowie drei leistungsfähige Dosenlinien. Die Kapazität der Dosenlinien liegt zwischen 60.000 und 90.000 Dosen pro Stunde.

    Fast alles läuft automatisch

    In den Hallen der Dosenabfüllung fällt vor allem der hohe Automatisierungsgrad auf. Leere Dosen werden aus umfangreichen Lagerbereichen entnommen, Paletten transportiert und den Entpalettierern zugeführt. Viele dieser Schritte erfolgen mit autonomen Staplerfahrzeugen.
    Anschließend bewegen sich die Aluminiumdosen mit hoher Geschwindigkeit über spezielle Bänder durch die Halle. Sie werden ausgespritzt, auf Beschädigungen und Fremdkörper überprüft und hinsichtlich der Übereinstimmung mit dem vorgesehenen Füllgut kontrolliert. Danach werden die Dosen gefüllt, verschlossen, pasteurisiert und palettiert.
    Auch beim Verpacken setzt die Brauerei auf moderne Lösungen. Mehrstückpackungen wie 6er-, 8er- oder 12er-Gebinde werden nicht mehr mit Plastikfolie umwickelt, sondern mit Karton zusammengefasst. Laut Javier Sanchez, Projekt-Ingenieur und Mitglied des technischen Leitungsteams bei Damm, war die Brauerei damit in Spanien früh auf diesem Weg.
    Dose und Inhalt müssen zusammenpassen
    Durch starke Absatzzuwächse wurde die Produktion in den vergangenen Jahren kontinuierlich erweitert. Ein zentrales Projekt war die neue Dosenlinie 19. Die Linie wurde für eine Leistung von bis zu 90.000 Dosen pro Stunde ausgelegt und läuft in der Hochsaison rund um die Uhr.
    Für Damm war dabei maximale Sicherheit entscheidend. Beschädigte oder verformte Dosen könnten im Füller oder Verschließer zu erheblichen Problemen führen. Gleichzeitig muss sichergestellt werden, dass Inhalt und Aufdruck der Dose exakt zusammenpassen. Besonders kritisch wäre eine Verwechslung bei alkoholfreien oder glutenfreien Produkten.
    Jedes Produkt trägt deshalb einen eindeutigen Barcode, der überprüft und verifiziert werden muss. Ebenso wichtig ist ein korrekt aufgebrachtes und vollständig lesbares Mindesthaltbarkeitsdatum. Fehlerhafte oder unvollständig bedruckte Dosen müssen sicher erkannt und ausgeschleust werden.

    BBULL Technology liefert Multi-Kamera-System

    Nach intensiver Prüfung entschied sich Damm für BBULL Technology. Für die Dosenlinie 19 lieferte BBULL ein Multi-Kamera-System, bestehend aus dem Leerdosen-Inspektionssystem IMAGE ECI und dem Etiketten- und Label-Inspektionssystem IMAGE 360.
    Die Unternehmensgruppe BBULL Technology aus Königsbach-Stein ist seit Jahrzehnten als Spezialist für Kontrollsysteme, Sortier- und Verteiltechnik sowie Transport- und Fördertechnik in der Getränke- und Lebensmittelbranche tätig. In Deutschland entwickelt und fertigt BBULL zahlreiche Behälter- und Verpackungskontrollen sowie kunden- und produktspezifische Sortier-, Verteil- und Ausleitsysteme.
    In Spanien erfolgte das Projekt in Zusammenarbeit mit Sicopack, dem dortigen Partner für Vertrieb und Wartung der BBULL-Systeme.

    IMAGE ECI kontrolliert Verformungen, Schäden und Verunreinigungen

    IMAGE ECI dient der frühzeitigen Erkennung von Schäden und Verunreinigungen. Ziel ist es, Abfall zu minimieren, Störungen am Füller und Verschließer zu vermeiden und im schlimmsten Fall Produktrückrufe zu verhindern.
    Das System erkennt selbst kleine Fehler und Verunreinigungen mit speziellen Kameraoptiken und Beleuchtungen für relevante Bereiche der Dose. Es eignet sich für gängige Dosengrößen und kann unabhängig vom Material, etwa Stahl oder Aluminium, eingesetzt werden.
    Geprüft werden unter anderem Dosenflansch, Deckplatte, Rundheit, Beulen, Verunreinigungen am Boden sowie die innere Seitenwand. Hochleistungskameras nehmen dazu Bilder jeder Dose auf. Eine Ringlichtbeleuchtung sorgt für eine gleichmäßige Ausleuchtung. Fehlerhafte Dosen werden sicher ausgeschleust. Die Bedienung und Visualisierung erfolgt über ein 21-Zoll-Farbdisplay.

    IMAGE 360 überprüft Aufdruck, Barcode und MHD

    Im Anschluss prüft IMAGE 360 bei hohen Füllgeschwindigkeiten die korrekte Sorte über den Barcode. So wird sichergestellt, dass Inhalt und Layout übereinstimmen. Mehrere Kameras erfassen das Produkt aus verschiedenen Blickwinkeln und liefern einen umfassenden Überblick.
    Die Bilder werden zusammengefügt und von der Software verarbeitet. Dabei analysiert das System Formen und Farben und vergleicht sie mit vordefinierten Standards. Anschließend wird das korrekte Abfüll- und Mindesthaltbarkeitsdatum auf dem Boden erkannt. Dosen mit erkannten Mängeln oder Problemen werden sicher ausgeleitet.

    Transporttechnik als Voraussetzung für stabile Inspektion

    Ein weiterer Projektpartner war HF Meyer aus Neustadt in Holstein. Das Unternehmen ist auf Dosen-Handling spezialisiert und brachte Erfahrung mit Dosen-Transporteuren, Vakuumbrücken und Dosen-Rinsern ein.
    Beim Damm-Projekt lieferte HF Meyer spezielle Transporteure, damit die Behälter immer eine exakt definierte Position unter der Inspektionseinheit einnehmen. Zusätzlich kommt ein Vakuumtunnel zum Einsatz, der die Dosen von oben hält. So können sie zuverlässig mit Abfüll- und MHD-Datum versehen werden. Der Tunnel ist für die Codierung mit Inkjet im Einsatz und bereits für eine spätere Laser-Codierung vorbereitet.

    Versprochen – und geliefert

    Für Damm war entscheidend, auch bei minimalem Abstand zwischen den Dosen zuverlässig jede einzelne Dose zu erkennen. Eine kleine Lücke zwischen den Behältern hilft, die Linie stabil mit hoher Geschwindigkeit zu betreiben, ohne unnötig an die Grenzen der Prozesssicherheit zu gehen.
    Javier Sanchez fasst das Ergebnis positiv zusammen: BBULL habe eine sehr hohe Zuverlässigkeit versprochen und diese im Projekt gehalten.
    Quellenhinweis
    Textbasis: Bert Brosch, erschienen in BRAUINDUSTRIE 10/2025. Veröffentlichung auf bbull.com mit freundlicher Genehmigung des Autors. Der vorliegende Text wurde aus einer gescannten Vorlage redaktionell bereinigt und für die Webdarstellung strukturiert.
    Optionaler Hinweis im Beitrag: Den Originalartikel können Sie hier als PDF ansehen.

    Quelle: Text: Bert Brosch. Erschienen in BRAUINDUSTRIE 10/2025. Veröffentlichung auf bbull.com mit freundlicher Genehmigung des Autors.
    Originalartikel als PDF ansehen
  • Romina Mineralbrunnen setzt auch bei PET auf KI von BBULL

    Romina Mineralbrunnen setzt auch bei PET auf KI von BBULL

    Innovative Leergutkontrolle mit KI bei Romina Mineralbrunnen

    Der Romina Mineralbrunnen in Reutlingen nutzt seit Jahren BBull Technologys Deep-Learning-Systeme zur präzisen Erkennung von Leergut. Dank künstlicher Intelligenz bewältigt das System selbst komplexe Herausforderungen wie Tethered-Verschlüsse und verschiedene Flaschenformen bei Glas- und PET-Linien. Das Ergebnis: Weniger Fehler, erhöhte Effizienz und eine Erkennungsrate von bis zu 99,8 %. Entdecken Sie, wie modernste Technologie den Unterschied macht.

    Broesele GmbH
    www.broesele.de
    Erschien in der Ausgabe 11/2024 des Fachmagazins „Flüssiges Obst“


  • Bad Dürrheimer setzt auf Leergutinspektion von BBull

    Jede korrekte Flasche ist bares Geld

    Vor nicht allzu langer Zeit hat der Bad Dürrheimer Mineralbrunnen einen Innovationspreis für seine 1l-Glasflasche „Légère“ mit extra großer Mündung erhalten. Der Brunnen aus dem Schwarzwald füllt 60 Prozent seiner Wässer und Süßgetränke in Glas-Flaschen. Beim PET gibt es Einweg-Flaschen, die in Mehrstückpackungen mit Folie verschweißt werden sowie drei verschiedene PETCycle-Flaschen, die in Kästen vertrieben werden. Für diese PETCycle Gebinde hat der Brunnen ein Abkommen mit dem Lizenzgeber in Bad Neuenahr, wo das Pfand mit dem Handel verrechnet wird. Bad Dürrheimer ist aber ein „Netto-Melder“, das heißt, sämtliche Fehlflaschen oder falsche Flaschen, die mit den Kisten zurückkommen, werden selber an die Zentrale gemeldet und müssen daher ganz exakt abgerechnet werden. Nur die „richtigen“ Flaschen mit dem markanten acht- oder zehneckigen Neckring können verrechnet, alle anderen müssen aussortiert werden. Dabei setzt der Brunnen auf das vielfach bewährte universelle Leergutmanagement Compact LG 500 des Spezialisten BBull Technology aus Königsbach-Stein.

    Wasser vom Hochplateau

    Im Jahr 1956 fand der damalige Bürgermeister und Kurdirektor Otto Weissenberger bei Bad Dürrheim, heute im Schwarzwald-Baar-Kreis neben dem Mittelzentrum Villingen-Schwenningen gelegen, bestes Mineralwasser. Zwei Jahre später gründen Adelbert Vogt und Klaus Dettling aus Freiburg die Mineralbrunnengesellschaft „Dürrheimer Johannisquelle Vogt KG“. Am 23. Mai 1959 lief die erste Flasche vom Band. Der Slogan lautete damals: „Vom Quell her gut“. Seither wurden die Produktionskapazitäten kontinuierlich erweitert. Aus sieben Mineralwasser- und einer Heilwasserquelle, alle im engen Umkreis um den Kurort Bad Dürrheim gelegen, werden jährlich über 120 Millionen Flaschen gefüllt. 60 Prozent verarbeiten die 150 Mitarbeiter in sieben verschiedene Glasflaschen, 40 Prozent in drei unterschiedliche PET-Cycle-Flaschen (0,5l, 1,0l und 1,5l), hinzu kommt noch 0,75l-Einweg-PET. „Mit den beiden Marken Bad Dürrheimer und Wittmansthaler, drei verschiedenen Wässern, einem Heilwasser sowie 25 unterschiedlichen Süßgetränken sind wir gut aufgestellt. Unser Vertriebsgebiet ist der Süden von Baden-Württemberg, aber auch im Rheinland, in Südhessen und der Pfalz sind unsere Produkte zu finden. In dieser Region ist unsere Vertriebsmannschaft unterwegs. Unser eigener Fuhrpark mit 15 modernen Lkws sowie langjährig für uns arbeitende Vertragsspeditionen übernehmen die Belieferung unserer Kunden“, berichtet der Leiter Instandhaltung, Jürgen Lauble.

    Exakte Leergut-Erkennung ohne Röntgenstrahlen

    Die PETCycle Flaschen werden vom Brunnen selbst geblasen und dann mit einer Geschwindigkeit von 22.000 Fl./h befüllt. Die Anlage läuft im Winter im Zweischicht-, im Sommer im Dreischicht-Betrieb, sämtliche Maschinen an der Linie müssen also extrem zuverlässig sein. „Wir haben nach einem System gesucht, dass das Leergut sicher erkennt: Kisten, in denen Flaschen fehlen, in denen Glasflaschen oder andere PET-Flaschen stecken. Wir müssen aus Abrechnungsgründen ganz sicher die genaue Anzahl der Flaschen mit acht- oder zehneckigem Neckring erkennen. Zudem wollen wir im gesamten Werk keine Röntgen-Quelle haben, also musste auch dieses Erkennungssystem ohne radioaktiven Röntgenstrahlen sein. Und das konnte uns außer BBull keiner bieten!“, berichtet der Leiter E-Werkstatt, Markus Link.

    Die Wahl fiel dann sehr schnell auf das universelle Leergutmanagement BBULL 500 „Compact LG“. Es zeichnet sich aus durch eine sehr kompakte, platzsparende Bauweise. In einem Edelstahlgehäuse befindet sich eine Messbrücke, diese beinhaltet eine universelle Ultraschallzeile mit bis zu 16 Einzelsensoren. Das Basis-Bildverarbeitungsmodul besteht aus einer Farbkamera und einer telezentrischer Optik, diese verhindert bei einer hervorragenden Auflösung eine Verzerrung der Objekte, so werden jegliche Fehler oder Abweichungen sehr sicher erkannt. In der höheren Ausbaustufe, die auch in Bad Dürrheim im Einsatz ist, sind zwei Kameras und zwei unterschiedliche Beleuchtungstechniken verbaut.

    Spezielle Beleuchtung und Optik zur Flaschentyp-Erkennung

    Durch den Einsatz der universellen Ultraschallzeile entfällt die Anpassung der Sensoren an unterschiedliche Kastenformate und Flaschenpositionen. Die Aktivierung der jeweiligen Sensorinformationen erfolgt softwaregesteuert ohne Eingriff der Bediener. Dadurch werden Rüstzeiten minimiert und Fehler durch falsche Bedienung weitgehend vermieden. Das Basissystem mit einer Kamera und telezentrischer Optik erzeugt eine Bildaufnahme der gesamten Kastenbreite pro Flaschenreihe. Die aufgenommenen Einzelbilder werden mittels Software zu einem Gesamtbild mit detailgetreuer Abbildung zusammengesetzt.
    Die Aufgabenstellung beim Bad Dürrheimer Mineralbrunnen erforderte die Ausstattung mit einem zusätzlichen optischen Modul. Dieses Erweiterungsmodul beinhaltet eine zusätzliche Kamera und eine zusätzliche LED-UV-Beleuchtung. Beide Kameras nehmen jeweils ein Bild pro Flaschenreihe auf, das erste im Tageslichtspektrum, das zweite im ultravioletten Bereich. Die dabei erzeugten Einzelbilder werden nach dem Kastendurchlauf zusammengesetzt und durch die Erkennungssoftware auf die jeweils erkennbaren Flaschenmerkmale untersucht. Jeder Kasten wird also in zwei unabhängigen Bildern untersucht. Durch die unterschiedlichen Beleuchtungsmethoden können Merkmale wie Konturen, Etiketten oder eben speziell die Trageringe geprüft werden, die in der Basisausstattung nicht sichtbar oder von anderen Merkmalen verdeckt sind. Die verschleißarmen Hochleistungs-LED-Beleuchtungsmodule sind bewusst oberhalb der Transporteur-Ebene installiert und daher gegen Verschmutzungen und Beschädigungen geschützt, was den Wartungsaufwand minimiert.

    Außergewöhnliche Erkennungs-Software

    Herausragender Teil des BBull Leergutmanagementsystems ist die Anwendung der universellen Bildverarbeitungs-Software „BBULL IMAGE“. Jeder einzelne Sensor und Kamera liefert Rohdaten an diese Software. Die Höheninformationen der Ultraschall-Sensoren werden in Grauwerte umgewandelt, so dass die Bildverarbeitungssoftware ein dreidimensionales Bild des zu untersuchenden Gebindes erzeugt. Mittels skalierbarer Auswertealgorithmen wird anschließend eine Bewertung über Inhalt und Kasten getroffen. Hierbei sind Verknüpfungen und Abhängigkeiten von unterschiedlichen Merkmalen einstellbar, so dass eine extrem hohe Erkennungssicherheit, selbst unter variablen Bedingungen gegeben ist. Die Software beinhaltet eine weitgehende Datenbankfunktion, die eine Abspeicherung und Wiedererkennung unterschiedlichster Kastentypen sicherstellt.

    Enorm viele Merkmale werden erkannt

    Bis zu 7000 Kisten in der Stunde können exakt kontrolliert werden. Sie laufen in das System ein und werden für einen kurzen Moment gestoppt. Ein zweites Transportband zieht dann Kiste für Kiste einzeln und mit einem kleinen Abstand ab und fährt sie unter der Messbrücke hindurch. Leistungsstarke LEDs in verschiedenen Farben, ein Dual-Beleuchtungsmodul sowie Ultraschallsensoren überprüfen die Kiste bei der Durchfahrt auf sehr viele Kriterien: Fremdkörper, liegende, zerbrochene oder umgestülpte Flaschen, Beschädigungen oder Deformationen an der Kiste, fehlt eine Flasche oder befinden sich eine oder mehrere „falsche“ Flaschen (aus Glas oder ohne den markanten acht- oder zehneckigen Neckring) in der Kiste. Möglich wäre auch eine Verschluss- oder Kistenetikettenerkennung sowie die Erkennung von Kistenformat und –farbe, diese Kriterien spielen aber beim Mineralbrunnen keine Rolle. Gesteuert wird das ganze System mit einer zentrale Bedien- und Verarbeitungseinheit in einem Edelstahlgehäuse sowie einer logischen 13“ Touch-Screen Bedienoberfläche.

    Fehler aussortiert und manuell behoben

    Sämtliche Kisten mit einem oder mehreren Fehlern werden durch den pneumatischen „Sinus-Sorter“ schonend auf ein paralleles Transportband zur manuellen Fehlerbeseitigung übergeschoben. Falsche Flaschen werden entnommen und in großen Säcken gesammelt, danach die Kiste wieder in den Produktionsfluss gesetzt. „Wenn wir mit Liter-Flaschen und 9er-Kisten fahren, dann holen wir je Schicht etwa zwei große Säcke mit falschen Flaschen raus. Wenn wir aber 0,5 (20er-Kisten) oder 1,5l (6er-Kisten) füllen, dann sind es in einer Schicht acht bis zehn Säcke. Jede falsche oder fehlende Flasche ist für uns bares Geld, denn wir verrechnen ja die Gesamtflaschen mit dem Pfand der PETCycle-Zentrale. Daher haben auch die von PETCycle die BBull-Maschine genau unter die Lupe genommen und für sehr gut erklärt“, berichtet der Leiter der Betriebswirtschaft, Günter Höfler.

    Bad Dürrheimer und PETCycle von BBull-System überzeugt

    Alle aussortierten Säcke werden in einem speziellen Sortierzentrum eines Dienstleisters noch einmal Flasche für Flasche untersucht auf Einweg- oder Mehrweg-Pfand-Flaschen. Auch dies wird dann verrechnet. „Im Schnitt sind es beim rücklaufenden Leergut zwischen 5 und 8 Prozent an falschen Flaschen – die wollen wir natürlich alles ganz sicher erkennen, denn sonst würden wir draufzahlen! Denn jede unserer Flaschen hat schließlich 25 Cent Pfandwert“, sagt Markus Link. Das Leergutmanagement von BBull erfüllt nach seinen Worten exakt die Vorgaben, die der Brunnen hatte. „Das System ist sehr logisch aufgebaut und einfach zu bedienen, bei unseren regelmäßigen Tests mit präparierten Flaschen und Kisten sehen wir sehr gut, dass alle Fehler erkannt und sicher ausgeschleust werden. Wir haben die Maschine einige Monate getestet und jetzt voll übernommen – das ist die perfekte Lösung für uns!“


  • Fruchtgeschmack, Becher und Platine passen hundertprozentig zueinander.

    Die Milchwerke Berchtesgadener Land Chiemgau eG in Piding füllen jede ihrer 16 verschiedenen Fruchtjoghurtsorten in eigene Becher und Deckel ab. Damit es auf keinen Fall eine „falsche“ Füllung, Becher oder Platine gibt – zur Vermeidung von Rückrufen – setzt der Betrieb als erster in Deutschland das kamerabasierte Kontroll-System „BBull Tray Inspektion“ ein.

    Jeder Fruchtjoghurt mit Sorten-Becher und -Deckel

    Auf der Abfüll-Linie werden vier Fruchtsorten gleichzeitig befüllt, bis zu 21.000 Becher pro Stunde – zu viel für eine manuelle Kontrolle. „Es muss sichergestellt sein, dass zu 100 Prozent die richtige Frucht im passenden Becher mit der korrekten Platine verschlossen ist. Es geht vor allem um das „Problem“ der Allergien, ganz speziell trifft dies auf unseren Haselnuss-Joghurt zu, der nun neu mit Sortenbecher ins Sortiment kommt“, erklärt Florian Lexhaller, der Technische Leiter. Martin Hirschhalmer, Abteilungsleiter Sauermilcherzeugung, ergänzt: „Wir stellen fünf- bis sechs Mal am Tag die vier Sorten um. Zum einen können sich in den vom Verpackungslieferanten erhaltenen Becherstapeln immer wieder mal falsche Becher befinden und dem Bedienpersonal, das Becher und Platinen einlegt, kann inn der täglichen Routine ein Fehler passieren. Damit wir das bei den fertigen Joghurts ausschließen haben wir nun diese Inspektions-Maschine von BBull“, sagt Hirschhalmer.

    Zwei Kameras für die Becher, drei für die Platinen

    BBull Technology installierte bei den Bechern zwei Hochleistungskameras, jede überwacht vier Becherstapel und erkennt die Sorten über eine spezielle Farbmarkierung auf dem Becher. Bemerkt das System einen falschen Becher im Stapel, hält die Maschine sofort an, auf dem Farbdisplay wird der Fehler angezeigt – noch bevor der falsche Becher befüllt wurde. Sollte beim Einlegen der Platinen ein Fehler passieren, sieht das der Bediener nach dem Einlegen nicht mehr, weil die Platinen mit dem Kopf nach unten im Magazin stecken. Um den Fehler trotzdem zu entdecken, bevor die Trays auf dem Weg zur Palettierung sind, installierte BBull drei weitere hochauflösende Farbkameras. Jedes Tray wird gestochen scharf aufgenommen und jeder einzelne Joghurt-Becher kontrolliert: Sitzt überhaupt eine Platine auf jedem Becher, passt jede Platine zu 100 Prozent zur abgefüllten Sorte und wurde die Platine sauber aufgebracht. „Das System prüft zudem das MHD – ob es vorhanden ist, aber auch, ob es komplett, gut lesbar und inhaltlich korrekt ist“, lobt der technische Leiter Lexhaller.

    Jeder Fehler wird ausgeschleust

    Erkennt das System einen Fehler, wird das Tray ausgeschleust, der Fehler auf dem Display angezeigt und der Bediener kann den entsprechenden Becher manuell tauschen. Sollten fünf Trays nacheinander Fehler aufweisen, bleibt die Maschine automatisch stehen, denn dann wurden entweder Platinen falsch eingelegt, oder der MHD-Tintenstrahldrucker arbeitet fehlerhaft. „So erkennen wir Unregelmäßigkeiten sehr schnell und nicht erst viele Trays später oder gar auf der fertigen Palette“, sagt Martin Hirschhalmer.


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